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Coldline Kühltische

Pizza­kühltische & Aufsatz­vitrinen. Ausgelegt auf Teiglinge pro Schicht.

Am Pizzaposten entscheidet nicht die Temperatur über den Abend, sondern die Kapazität: wie viele Ballenbehälter unter der Platte liegen, wie weit der Griff zur Zutat reicht und ob der Teig beim Ausziehen an der Arbeitsfläche haftet.

Coldline Aufsatzkühlvitrine mit Schutzglas über GN-Zutatenbehältern auf einem Pizzakühltisch mit Granitarbeitsplatte
Aufsatzkühlvitrine mit Schutzglas über der Zutatenreihe — darunter bleibt die Granitplatte auf voller Breite frei zum Arbeiten.
  • 7 KartonsEN 60×40 je Fach, die Rechengröße pro Schicht
  • 322 · 380 mmVitrinentiefe GN1/4 oder GN1/3
  • 800 mmEN-Tiefe, durchgängig auf Blechformat
  • GranitTeig haftet nicht beim Ausziehen

Anwendung 01

Die klassische Pizzeria, ein Pizzaiolo.

Die Zahl, aus der ein Betreiber seine Auslegung rechnet, ist nicht der Temperaturbereich, sondern die Kapazität: sieben Kartons EN 60×40 je Fach. Daraus ergibt sich, wie viele Teiglinge eine Schicht trägt und ob zwischendurch nachgesetzt werden muss.

Die Tiefe von 800 mm ist dabei keine Komfortgröße, sondern die Voraussetzung: Nur so nimmt der Tisch das Blechformat EN 60×40 auf, in dem Ballen und Halbfertiges ohnehin durch den Betrieb laufen. Ein 700-mm-Tisch zwingt zum Umsetzen.

Coldline Pizzakühltisch mit aufgesetzter Kühlvitrine für Zutatenbehälter
Pizzakühltisch mit Aufsatzvitrine — Ballen im Unterbau, Zutaten in Griffhöhe, Arbeitsfläche dazwischen frei.

Was unter der Platte liegt

Gekühlte Schubladen in 1/2, 1/3 und 1/3 + 2/3, wahlweise neutrale Schubladen für Kartons, dazu Auszugsrahmen mit Teleskopschienen für EN 60×40. Abschließbare Ausführungen sind lieferbar, wo mehrere Schichten auf denselben Tisch zugreifen.

Ein bis vier Türen

Steckerfertig ab zwei Türen, zentralgekühlt ab zwei Türen, zusätzlich für den Anschluss an eine CO₂-Kälteeinheit vorbereitet. Die Türzahl folgt dem Durchsatz, nicht der verfügbaren Wandlänge.

Anwendung 02

Warum Granit und nicht Edelstahl.

Auf Granit haftet der Teig beim Ausziehen nicht. Das ist der ganze Grund, und er ist Grund genug — jeder Pizzaiolo, der einmal auf Edelstahl gearbeitet hat, kennt den Unterschied. Deshalb ist die Granitplatte am Pizzatisch die Regel und nicht die Sonderausstattung.

Der zweite, weniger offensichtliche Punkt: Die seitlichen Erhöhungen der Platte tragen die Aufsatzvitrine. Dadurch sitzt die Zutatenreihe über der Arbeitsfläche statt auf ihr — die volle Breite bleibt zum Ausziehen und Belegen frei.

Platte aus Granit

Der Standardfall am Pizzaposten. Teigfreundlich, unempfindlich gegen Mehl und Öl, trägt die Vitrine auf den seitlichen Erhöhungen.

Abdeckplatte aus Edelstahl

Wo nicht direkt auf der Platte gearbeitet wird, sondern der Tisch reine Vorbereitungs- und Lagerfläche ist. Auch ohne Platte lieferbar, für den Einbau unter eine durchlaufende Arbeitsfläche.

Anwendung 03

Die Vitrinen­entscheidung: 322 oder 380 mm.

Die Aufsatzkühlvitrine ist bei Coldline eine eigene Produktfamilie, keine Zutat zum Tisch. Sie gibt es in zwei Tiefen, und die Wahl fällt vor der Küchenplanung — nachträglich lässt sie sich nicht tauschen, ohne die Platte zu berühren.

322 mm — GN 1/4

Schlanker Aufbau, kürzerer Greifweg, weniger Tiefe über der Arbeitsfläche. Die Wahl für klassische Karten mit überschaubarer Zahl an Belägen und für enge Posten, an denen der Pizzaiolo dicht am Ofen steht.

380 mm — GN 1/3

Mehr Volumen je Behälter, längere Standzeit ohne Nachfüllen. Die Wahl für breite Karten, Lieferdienst mit hohem Abendaufkommen und Betriebe, die im Stoßgeschäft niemanden zum Nachsetzen abstellen können.

Mit Glas, ohne Glas, mit Deckel

Drei Ausführungen. Mit Schutzglas, wo Gäste den Posten sehen oder die Überwachungsbehörde es verlangt. Ohne Glas, wo der Zugriff im Takt zählt und der Posten nicht im Gastbereich liegt. Mit Edelstahlabdeckung, wenn die Zutaten über Nacht im Gerät bleiben sollen — diese Variante ist die Voraussetzung dafür.

Die Vitrine ist auch freistehend lieferbar, ohne zugehörigen Unterbau. Relevant beim Nachrüsten einer bestehenden Linie, wenn der Tisch bleibt und nur die Zutatenreihe dazukommen soll.

Anwendung 04

Hoch­frequenz und Lieferdienst.

Im Abendgeschäft steht die Tür nicht zu. Genau dort trennt sich, was ein Kühltisch im Datenblatt kann und was er im Betrieb hält.

  • D7-Dreikammerdichtung — rund 35 % höhere Isolierwirkung als herkömmliche Profile. Übersetzt: Die Temperatur hält, obwohl im Takt geöffnet wird. Werkzeuglos tauschbar, wenn eine Dichtung nach Jahren nachlässt.
  • Klimaklasse 5 — ausgelegt auf 40 °C Umgebung bei 40 % Luftfeuchte. Der Pizzaposten steht neben dem Ofen; das ist keine theoretische Größe.
  • Heißgasverdunstung — die Auffangwanne am Geräteboden entfällt. Ein Bauteil weniger, das im Abendbetrieb übersehen wird und überläuft.
  • FSS — Fast Service System — das Kälteaggregat sitzt auf Schienen und lässt sich frontal entnehmen. Servicefall ohne Ausbau des Tisches aus der Linie.

Was der Verbrauch tatsächlich hergibt

Der Herstellervergleich für einen zweitürigen Tisch bei −2 bis +8 °C nennt 527 kWh im Jahr für das Gerät der Klasse A gegenüber 1.971 kWh für ein vergleichbares konventionelles Gerät. Die Differenz von rund 1.440 kWh ist die belastbare Größe — den Betrag rechnen Sie mit Ihrem eigenen Arbeitspreis, nicht mit einem Katalogwert.

Kältemittel

R290 bei allen steckerfertigen Geräten, GWP 3. Bei zentralgekühlten Ausführungen richtet sich das Mittel nach der bauseitigen Anlage.

Pizzaiolo bei der Arbeit an einem Coldline Pizzakühltisch mit Aufsatzvitrine
Der Posten im Betrieb — Greifweg zur Zutat, freie Arbeitsfläche, Ballen im Unterbau.

Anwendung 05

Einbau in bestehende Linien.

Beim Ersatz oder bei der Erweiterung ist die Frage nie „welche Serie", sondern „was passt in die Lücke". Drei Parameter entscheiden:

  • Korpushöhen 710 bis 760 mm — der Tisch schließt bündig an die vorhandene Arbeitsfläche an, statt einen Absatz zu erzeugen.
  • Ohne Arbeitsplatte — der Systemgastronomie- und Foodcourt-Fall: Der Tisch verschwindet unter der durchlaufenden Platte des Küchenbauers.
  • Technikfach links oder gemeinsames Technikfach bei mehreren Geräten — richtet sich nach dem vorhandenen Anschluss.

Der Punkt, der bei jeder Begehung kommt

Die Türscharniere sitzen an der Unterseite. Dadurch lässt sich der Tisch auf Sockel oder Rollen stellen, ohne konstruktive Änderung und ohne Aufpreis — und damit ist die Reinigung unter dem Gerät geklärt, bevor sie zum Thema wird.

Technik in Kürze

Was unter der Platte arbeitet.

Die konstruktiven Merkmale teilt der Pizzatisch mit dem übrigen Coldline-Tischprogramm. Kompakt, weil die Auswahl über die Anwendung läuft — nicht über das Datenblatt.

Beschriftete Konfigurationsübersicht eines Coldline Pizzakühltischs: Vitrinenausführung und Vitrinentiefe, Arbeitsplatte, Korpushöhe, neutrale und gekühlte Schubladen, ausziehbarer Rahmen, Technikbereich und Untergestell
Der Konfigurationsbaukasten am Gerät. Alle beschrifteten Optionen sind in der Tabelle darunter als Text aufgeführt.
Temperaturbereich−2 °C bis +8 °C
Tiefe800 mm, Aufnahme EN 60×40
Kapazität7 Kartons EN 60×40 je Fach
Vitrinentiefen322 mm GN 1/4 · 380 mm GN 1/3
Vitrinenausführungmit Glas, ohne Glas, mit Edelstahlabdeckung
Türen2 bis 4, steckerfertig oder zentralgekühlt
Schubladengekühlt 1/2 · 1/3 · 1/3+2/3, neutral, Auszugsrahmen
ArbeitsplatteGranit, Edelstahl oder ohne Platte
KältemittelR290 bei steckerfertigen Geräten, GWP = 3
Isolierungeinschalig, 60 mm, FCKW- und HFKW-frei
UmgebungKlimaklasse 5 — 40 °C bei 40 % r. F.
VernetzungCOSMO über Hub, HACCP-Protokollierung

Häufige Fragen aus der Planung.

Wie viele Teiglinge fasst ein Pizzakühltisch?

Die Herstellerangabe lautet sieben Kartons im Format EN 60×40 je Fach. Wie viele Ballen das sind, hängt von Ballengewicht und Kartonbelegung im jeweiligen Betrieb ab — die Kartonzahl je Fach ist aber die Größe, aus der sich die Auslegung rechnen lässt.

Vitrine mit 322 oder 380 mm Tiefe?

322 mm nimmt GN 1/4 auf und baut schlanker, mit kürzerem Greifweg. 380 mm nimmt GN 1/3 auf, fasst mehr je Zutat und muss seltener nachgefüllt werden. Ausschlaggebend sind die Zahl der Beläge und die Frage, ob im Abendgeschäft jemand nachsetzen kann.

Warum Granit statt Edelstahl?

Auf Granit haftet der Teig beim Ausziehen nicht. Zusätzlich tragen die seitlichen Erhöhungen der Granitplatte die Aufsatzvitrine, sodass die Arbeitsfläche darunter frei bleibt. Edelstahl ist die richtige Wahl, wenn der Tisch nicht als Teigarbeitsfläche dient.

Gibt es die Aufsatzvitrine auch einzeln?

Ja. Coldline führt die Zutatenvitrine als eigenständige Produktfamilie, auch ohne zugehörigen Unterbau. Das ist der übliche Weg beim Nachrüsten, wenn der vorhandene Tisch bleiben soll und nur die gekühlte Zutatenreihe fehlt.

Dürfen die Zutaten über Nacht im Gerät bleiben?

Sofern die Vitrine mit Deckel beziehungsweise Edelstahlabdeckung ausgestattet ist, ja — die Kühlung läuft weiter, die Abdeckung schützt vor Eintrag. Die offene Ausführung ohne Glas ist dafür nicht vorgesehen. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach Ihrem HACCP-Konzept und der Vorgabe der zuständigen Überwachungsbehörde.

Steckerfertig oder Zentralkühlung?

Steckerfertige Geräte sind beim Einzelersatz und in kleinen Pizzerien im Vorteil, weil kein Eingriff in die Kälteanlage nötig ist. Zentralkühlung lohnt bei mehreren Geräten in einem Raum und immer dann, wenn Wärmeeintrag und Geräusch aus der Küche heraus sollen. Ausführungen für den Anschluss an eine CO₂-Kälteeinheit sind ebenfalls verfügbar.

Wie läuft die Beschaffung?

Hoffman GKT ist Handelsvertretung und Agentur, nicht Lieferant. Wir klären mit Ihnen die technische Auslegung — Vitrinentiefe, Plattenmaterial, Schubladenkonfiguration, Kühlart — und vermitteln das Projekt anschließend an den autorisierten Fachhandel, der Angebot, Lieferung und Service übernimmt.

Erst den Posten, dann das Gerät.

Schicken Sie uns den Ablauf, nicht die Artikelnummer: wie viele Teiglinge pro Schicht, wie viele Beläge, welche Anschlusssituation, wie viel Platz zwischen Ofen und Ausgabe. Daraus ergibt sich die Konfiguration — und wir vermitteln an den Fachhandel in Ihrer Region.