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Indoor-Betrieb · Planungsgrundlage


Holz­kohle­grill im Innenraum.
Die Abluft entscheidet.

Nicht das Gerät bestimmt, ob ein Holzkohlekonzept genehmigungsfähig ist, sondern der Standort. Wer zuerst den Grill aussucht und danach die Abluft klärt, plant zweimal. Diese Seite fasst zusammen, was Planer, Fachhandel und Kältetechnik vorab wissen müssen — und wo wir die Abstimmung übernehmen.

  • Feuerungsverordnung · Landesrecht
  • VDI 2052 · Küchenlüftung
  • Schornsteinfeger-Abnahme
  • Emissionsdaten je System

Vor der Gerätewahl

Drei Fragen entscheiden über
jedes Indoor-Projekt.

In der Praxis scheitern Holzkohlekonzepte fast nie am Grill. Sie scheitern daran, dass Abluft, Brandschutz und Genehmigung erst geprüft werden, wenn das Gerät schon konfiguriert ist. Diese drei Punkte gehören an den Anfang.

Frage 01

Lässt der Standort eine Ableitung zu?

Eine Feuerstätte für feste Brennstoffe braucht in aller Regel eine Ableitung ins Freie — typischerweise über Dach. Im Bestandsgebäude, im Einkaufszentrum oder unter fremdem Wohnraum ist genau das oft der Knackpunkt.

Frage 02

Was verlangt die Bauordnung vor Ort?

Feuerungsverordnung und Bauordnung sind in Deutschland Landesrecht. Was in Nordrhein-Westfalen unproblematisch ist, kann in Bayern eine zusätzliche Auflage bedeuten. Pauschalauskünfte gibt es hier nicht — nur Projektprüfung.

Frage 03

Wer nimmt die Anlage am Ende ab?

Der zuständige Bezirks­schornstein­feger, gegebenenfalls zusammen mit Bauamt und Brandschutzprüfer. Diese Abstimmung sollte geführt sein, bevor bestellt wird — nicht danach.

Entscheidungsmatrix

Wie stark die Technologie
den Aufwand bestimmt.

Zwischen Holzkohle, Gas und elektrischem Infrarot liegen keine Geschmacksunterschiede, sondern Größenordnungen im Installationsaufwand. Wer den Standort kennt, kann die Technologie in fünf Minuten eingrenzen.

Abluft zwingend

Holzkohle

Feste Brennstoffe, echte Feuerstätte. Dafür das Aroma und der Show-Effekt, den kein anderes System erzeugt.

  • Professionelle Abluftanlage ist Pflicht
  • Funkenschutz und Fettabscheidung erforderlich
  • Abnahme durch Schornsteinfeger
  • Ideal: Neubau, Terrasse, geplante Anlage
Reduzierter Aufwand

Gas

Alle KOPA-Grilltypen gibt es auch als Gasversion mit Lavasteinsystem — inklusive Parilla und Robata.

  • Deutlich geringere Abluft-Anforderungen
  • Schnell betriebsbereit, präzise regelbar
  • Gasanschluss und Gasart projektbezogen klären
  • Ideal: Bestandsküche, Hotel, gemischte Konzepte
Ohne Abluft möglich

Elektro-Infrarot

Neu im Programm 2026. Kohlenstofffaser- und Halogentechnik, Quelltemperatur rund 1.350 °C, in etwa zwei Minuten betriebsbereit.

  • Kein Rauch, keine Verbrennungsgase vor Ort
  • Geringerer Bedarf an Lüftungstechnik
  • Reproduzierbare Ergebnisse, voll elektrisch
  • Ideal: Mall, Food Court, Front-Cooking

In Kooperation mit Halton

Die Ablufttechnik kommt vom Spezialisten — koordiniert von uns.

Für den Innenbetrieb von Holzkohleöfen arbeiten wir mit Halton zusammen, einem Technologieführer für Lüftungslösungen in Innenräumen. Projektierung, Zulassung und Zertifizierung laufen über praxiserprobte Systeme. Ihr Fachbetrieb wird dabei direkt von Halton betreut — Hoffman GKT vermittelt, koordiniert und hält die Schnittstelle zusammen. Ein Ansprechpartner statt drei Gewerke, die sich gegenseitig zuschieben.

Planungsunterlagen

Was Ihr Planer von uns bekommt.

Eine Abluftauslegung ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie beruht. Für jedes KOPA-System stellen wir die Grundlagen bereit — kostenfrei und vor der Bestellung.

Emissions­werte je System

Die Basis jeder Auslegung. Pro Gerätetyp und Baugröße, in der Form, die der Lüftungsplaner braucht.

CAD- und Anschlussdaten

Technische Zeichnungen, Aufstellpläne, Anschlusswerte und Maße für die Küchenplanung — auf Anfrage.

Koordination mit dem Lüftungsbauer

Wir führen die technische Abstimmung zwischen Gerätehersteller, Ablufttechnik und ausführendem Fachbetrieb.

Einweisung nach Inbetriebnahme

Optionale Schulung durch unser Netzwerk an Küchenmeistern — Kohlevorbereitung, Gartechnik, Reinigung, Betriebssicherheit.

Alle Unterlagen laufen über Hoffman GKT als offizielle KOPA-Vertretung in Deutschland. Weitere Dokumente finden Sie unter Tutorials & Produktinformationen.

Häufige Fragen

Indoor-Betrieb — Klartext.

Darf ich einen Holzkohlegrill in der Gastronomie im Innenraum betreiben?

Grundsätzlich ja, aber nie ohne Prüfung. Ein Holzkohlegrill gilt als Feuerstätte für feste Brennstoffe und braucht in der Regel eine Ableitung ins Freie sowie eine passend ausgelegte Abluftanlage. Die konkreten Anforderungen ergeben sich aus der Feuerungsverordnung und Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes und sind objektbezogen mit dem zuständigen Schornsteinfeger abzustimmen.

Welche Abluftanlage braucht ein KOPA Holzkohleofen?

Eine professionelle Anlage mit ausreichender Leistung, Fettabscheidung und Funkenschutz. Die genaue Auslegung hängt von Gerätetyp, Baugröße, Nutzungsprofil und Gebäudesituation ab. Wir liefern die Emissionswerte als Planungsgrundlage und koordinieren die Abstimmung mit dem Ablufthersteller.

Muss der Schornsteinfeger die Anlage abnehmen?

In aller Regel ja. Die abschließende Abstimmung und Freigabe erfolgen projektbezogen mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger und gegebenenfalls den örtlichen Behörden. Wir empfehlen ausdrücklich, dieses Gespräch vor der Bestellung zu führen.

Gibt es eine Lösung ganz ohne Abluftanlage?

Für Standorte ohne jede Ableitungsmöglichkeit sind die elektrischen Infrarot-Grills die realistische Option. Sie arbeiten ohne Rauch und ohne Verbrennungsgase vor Ort und reduzieren den lüftungstechnischen Aufwand erheblich. Das authentische Holzkohlearoma lässt sich damit allerdings nicht vollständig ersetzen — das gehört zur ehrlichen Beratung dazu.

Wie unterscheidet sich der Aufwand bei einer Gasversion?

Deutlich geringer. Gasbetriebene Grills mit Lavasteinsystem erzeugen weniger Emissionen als Holzkohle und stellen entsprechend niedrigere Anforderungen an die Abluft. Alle KOPA-Grilltypen sind auch als Gasversion verfügbar, einschließlich Parilla und Robata. Zusätzlich zu klären sind Gasanschluss und Gasart.

Welche Unterlagen braucht mein Lüftungsplaner von Ihnen?

Emissionswerte des gewählten Systems, technische Zeichnungen, Aufstellplan und Anschlussdaten. Diese Unterlagen stellen wir vor der Bestellung bereit, damit die Auslegung auf belastbaren Zahlen steht und nicht auf Schätzungen.

Wer liefert und betreut die Ablufttechnik?

Die Ablufttechnik kommt über unsere Kooperation mit Halton. Ihr ausführender Fachbetrieb wird dabei direkt von Halton betreut. Hoffman GKT vermittelt und koordiniert die Schnittstelle zwischen Gerät, Lüftung und Fachbetrieb.

Feuer. Präzision. Handwerk.

Standort klären, bevor
das Gerät feststeht.

Schicken Sie uns Grundriss, Nutzungsprofil und Gebäudesituation — wir sagen Ihnen, welche Technologie an diesem Standort realistisch ist und was die Abluft kosten wird. Für Fachhandel, Planer und Kältetechnik, bundesweit.