Auslegung
Von der Produktionsmenge zur Baugröße.
Die entscheidende Frage bei der Auslegung ist nicht, wie viele Bleche in das Gerät passen, sondern wie viele Kilogramm pro Zyklus verarbeitet werden. Über die gesamte Coldline Vision NUVŌ-Baureihe ist dieses Verhältnis bemerkenswert stabil — und damit lässt sich aus einer bekannten Produktionsmenge in einem Schritt die Baugröße bestimmen.
4,6 – 5,0 kg
je Einschub beim Schnellkühlen
+90 °C auf +3 °C im Kern, Zyklus bis 90 Minuten
3,5 – 4,5 kg
je Einschub beim Schockfrosten
+90 °C auf −18 °C im Kern, Zyklus bis 240 Minuten
| Modell | Einschübe | +90/+3 °C | +90/−18 °C | kg je Einschub kühlen | kg je Einschub frosten |
| W5H | 5 | 23 kg | 18 kg | 4,6 | 3,6 |
| W6H | 6 | 28 kg | 23 kg | 4,7 | 3,8 |
| W7H | 7 | 34 kg | 25 kg | 4,9 | 3,6 |
| W10H | 10 | 50 kg | 45 kg | 5,0 | 4,5 |
| W14H | 14 | 70 kg | 60 kg | 5,0 | 4,3 |
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Die Tiefkühlleistung ist der Engpass, nicht die Kühlleistung.
Beim Schockfrosten liegt die Kapazität je nach Baugröße bei 74 bis 90 % der Schnellkühlleistung. Wer nach Schnellkühl-Kilogramm dimensioniert und die Maschine nachts durchfrieren lässt, plant zu klein. Sichere Faustregel für die Auslegung auf Tiefkühlung: 75 % der Schnellkühlleistung ansetzen.
Rechenbeispiel: 60 kg Mittagsproduktion.
60 kg geteilt durch rund 4,8 kg je Einschub ergibt 13 Einschübe — die W14H deckt das in einem Zyklus ab. Soll dieselbe Menge nachts auch tiefgekühlt werden, sind es bei 3,6 kg je Einschub bereits 17 Einschübe: dann entweder zwei Zyklen fahren oder eine Nummer größer planen.
Die Auflageschienen sind in einem Raster von rund 12 mm frei versetzbar — je nach Baugröße stehen 18 bis 68 Positionen zur Verfügung. Deshalb liegt die maximale Blechzahl über der Serienbestückung: die W7H nimmt mit Zusatzschienen 11 Bleche statt 7 auf. Über die Baureihe hinaus gibt es die NUVŌ auch mit 30 Blechen (90 kg Schnellkühlen, 66 kg Schockfrosten, 20 Paar Führungen).