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Coldline Einfahrgerät mit Hordenwagen im Format GN 2/1
COLDLINE · Einfahr- und Durchfahrtechnik · Format GN 2/1

Einfahr- & Durchfahr­kühlschränke.
Die Kälte in Bewegung.

Wo Ware auf Hordenwagen produziert wird, entscheidet nicht die Literzahl über die Planung, sondern der Weg des Wagens. Coldline führt Kühlgeräte, in die der beladene Wagen komplett einfährt — als Einfahrgerät mit einer Front oder als Durchfahrgerät mit Durchreiche in den reinen Bereich. Auslegung und Beratung über Hoffman GKT, Bezug über Ihren Großküchenfachhändler.

Die Grundentscheidung

Eine Front oder zwei.

Beide Bauarten nehmen denselben Wagen auf, im Format GN 2/1. Der Unterschied liegt nicht im Kühlteil, sondern darin, wo die Ware wieder herauskommt — und das ist eine Frage des Grundrisses, nicht des Budgets.

Einfahrgerät

Eine Front, Beladung und Entnahme auf derselben Seite. Erhältlich für einen oder zwei Wagen. Die übliche Lösung, wenn das Gerät in der Produktion steht und die Ware von dort weiterverarbeitet oder ausgegeben wird.

Durchfahrgerät

Zwei gegenüberliegende Fronten mit zwei oder vier Türen. Beladen wird im Produktionsbereich, entnommen im reinen Bereich. Die Trennung der Zonen entsteht dadurch baulich — nicht durch Organisation und nicht durch Disziplin.

Koch fährt einen beladenen Hordenwagen in einen Coldline Einfahrkühlschrank
Einfahrgerät: eine Front, Beladung und Entnahme auf derselben Seite.
Coldline Durchfahrkühlschrank: Beladung im Produktionsbereich, Entnahme im reinen Bereich
Durchfahrgerät: zwei Fronten, beladen in der Produktion, entnommen im reinen Bereich.
Konstruktion

Was ein Einfahr­gerät vom Standard­schrank unterscheidet.

Ein Schrank, in den ein beladener Wagen von 1,63 Metern Höhe hineinrollt, muss anders gebaut sein als einer mit Auflagerosten. Vier Punkte, die in der Praxis den Unterschied machen.

Coldline Einfahrkühlschrank der Vision-Reihe mit Touch-Steuerung und Zugangsrampe
Raumhohe Front, Aggregat oben, Zugangsrampe unten — die Bauform folgt dem Wagen.

Bodenwanne aus 20 mm Edelstahl

Der Innenboden ist mit 20 mm starkem Edelstahl AISI 304 ausgekleidet und nimmt das Gewicht des beladenen Wagens auf. Davor sitzt eine Zugangsrampe, über die der Wagen einfährt.

Stoßdämpfer an den Innenwänden

Ein Wagen wird nicht behutsam hineingeschoben, sondern im Betrieb hineingefahren. Dafür sitzen Puffer an den Innenwänden, die den Anprall aufnehmen, bevor er auf die Isolierung geht.

Wagenformat GN 2/1

Der zugehörige Edelstahlwagen misst 598 × 660 × 1630 mm (B × T × H) und nimmt Roste oder Tabletts im Format GN 2/1 auf. Dasselbe Format durchzieht Gärunterbrechung, Schockfrostung und Lagerung.

Blind- oder Glastür, mit Schloss

Die Türen sind serienmäßig mit Schloss und Schlüssel ausgestattet. Die Glastürvariante macht den Inhalt sichtbar, kostet aber Energieeffizienz — das gehört vor der Bestellung durchgerechnet.

R290 als Standard

Die Geräte arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (GWP 3). Gegenüber herkömmlichen Kältemitteln bringt das eine höhere Kälteleistung bei geringerer Aufnahme — der Vorteil zeigt sich unmittelbar in der Stromrechnung und in der Umweltbilanz.

Cosmo-Anbindung

Über einen Cosmo-Hub — Modi, Vision, Thaw.Pro, Levtronic oder Qubi — lässt sich das Gerät per WLAN in die Fernüberwachung einbinden. Temperaturverläufe für die HACCP-Dokumentation, Störmeldung aufs Smartphone, bevor die Ware verloren ist.

Modellübersicht

Acht Modelle, zwei Baubreiten.

Alle Geräte arbeiten im Bereich −2/+8 °C, steckerfertig und mit dem natürlichen Kältemittel R290. Die Wahl fällt entlang von drei Fragen: ein Wagen oder zwei, eine Front oder zwei, Blindtür oder Glastür.

ModellBauartTürenWagenNutzinhaltAußenmaße (B × T × H)
J100/1MEinfahr1 Blindtür1353 l810 × 815 × 2115 mm
J100/1MVEinfahr1 Glastür1353 l810 × 815 × 2115 mm
J160/2MEinfahr2 Blindtüren2706 l1620 × 815 × 2115 mm
J160/2MVEinfahr2 Glastüren2706 l1620 × 815 × 2115 mm
J110/2MDurchfahr2 Blindtüren1353 l810 × 880 × 2115 mm
J110/2MV1Durchfahr2 Türen, davon 1 Glas1353 l810 × 880 × 2115 mm
J170/4MDurchfahr4 Blindtüren2706 l1620 × 880 × 2115 mm
J170/4MV2Durchfahr4 Türen, davon 2 Glas2706 l1620 × 880 × 2115 mm

Werksangaben Coldline, Stand 2026 · alle Modelle steckerfertig mit R290, zusätzlich vorbereitet für CO₂-Anschluss lieferbar · Tabelle seitlich scrollbar

Drei Zahlen, die man beim Lesen übersieht

Die zweite Front kostet 65 Millimeter Tiefe. Einfahrgeräte bauen 815 mm tief, Durchfahrgeräte 880 mm. Bei einem Durchgang von exakt bemessener Breite ist das der Unterschied zwischen passt und passt nicht — und er fällt erst beim Aufmaß auf.

Der Nutzinhalt ist identisch, das Außenmaß nicht. Ein Durchfahrgerät für einen Wagen fasst genauso viel wie das Einfahrgerät für einen Wagen — 353 Liter. Sie kaufen keine Kapazität dazu, Sie kaufen die zweite Tür und die Zonentrennung.

2115 Millimeter Bauhöhe. Alle acht Modelle. Bei abgehängten Decken, Lüftungskanälen oder Türstürzen auf dem Transportweg ist das die Zahl, die vorab gegen den Grundriss gehalten gehört — inklusive der Palette, auf der das Gerät angeliefert wird.

Die Entscheidung vor der Bestellung

Bodengleich oder mit Rampe.

Einfahrgeräte gibt es am Markt in zwei Bauweisen, und die Wahl lässt sich nach der Montage nicht mehr korrigieren. Die eine Bauart kommt ohne Innenboden und wird auf einen Edelstahl-Montagerahmen gesetzt: Der Wagen fährt bodengleich ein, die Reinigung läuft über den Hallenboden, dafür ist das Gerät ortsfest und setzt eine vorbereitete Bodensituation voraus.

Coldline geht den anderen Weg: geschlossene Bodenwanne aus 20 mm Edelstahl mit Zugangsrampe. Das Gerät steht auf eigenen Füßen, lässt sich versetzen und braucht keinen Eingriff in den Estrich — dafür überwindet der Wagen bei jedem Ein- und Ausfahren eine kurze Rampe.

Beides hat seine Berechtigung. Wer im Neubau mit vorbereitetem Bodenablauf plant und das Gerät nie wieder bewegen will, fährt mit der bodengleichen Bauart besser. Wer im Bestand nachrüstet, mietet oder sich die Option auf einen Umzug offenhalten will, nimmt die Rampenlösung. Wir sagen Ihnen, welche der beiden zu Ihrem Grundriss passt — auch wenn die Antwort einmal gegen unser eigenes Produkt ausfällt.

Planung und Anschluss

Fünf Punkte, die vor dem Angebot geklärt sein müssen.

Nachträge bei Einfahrgeräten entstehen fast immer an denselben Stellen. Diese Liste vermeidet sie.

  1. Wagenformat und Anzahl

    Ein Wagen oder zwei? Vorhandene Wagen weiterverwenden oder neu beschaffen? Fremdwagen passen nur, wenn Breite, Tiefe und Höhe zum Innenraum passen — das prüfen wir vorab anhand der Maße.

  2. Türanschlag und Schwenkbereich

    Eine Einfahrtür ist raumhoch. Der Schwenkbereich muss frei bleiben, und zwar auf der Seite, auf der im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird. Beim Durchfahrgerät gilt das für beide Seiten.

  3. Steckerfertig oder CO₂-Anschluss

    Im Standard arbeiten die Geräte steckerfertig mit dem natürlichen Kältemittel R290 — eine Steckdose genügt, Kälteleitungen entfallen. Für Objekte mit CO₂-Verbundanlage gibt es die Ausführung mit Vorrüstung für den Anlagenanschluss. Sie steht nicht in der Standardpreisliste und wird projektbezogen vom Werk kalkuliert.

  4. Bodensituation und Tauwasser

    Rampe oder bodengleich, Ablauf vorhanden oder nicht, Gefälle im Estrich. Diese drei Angaben entscheiden über die Bauart und gehören in die Anfrage, nicht ins Klärungsgespräch nach der Lieferung.

  5. Temperaturbereich

    Normalkühlung oder Tiefkühlung — und falls Tiefkühlung: Wird der Wagen warm eingefahren? Dann ist nicht der Kühlschrank das richtige Gerät, sondern der Einfahrschockfroster davor.

Im Prozess

Der Einfahrschrank steht selten allein.

Coldline führt dieselbe Wagenaufnahme durch das gesamte Programm. Wer den Kühlschrank plant, sollte wissen, was davor und danach möglich ist — ohne die Ware ein einziges Mal umzusetzen.

Davor: Gärunterbrechung

Einfahrgärunterbrecher der Levtronic-Reihe, −6 bis +40 °C bei einer Feuchteführung von 45 bis 95 Prozent. Teigwagen abends hinein, morgens steht die Ware am Ofen.

Davor: Schockfrosten

Einfahrschockfroster für 20 Bleche GN 1/1 oder EN 60 × 40, als Modi Up bis −40 °C oder als Modi Active mit Niedertemperatur-Garen bis +65 °C.

Größer: Industry

Für die Großproduktion setzt die Industry-Baureihe dieselbe Logik in der nächsten Kapazitätsklasse fort, ebenfalls als Einfahr- und als Durchfahrausführung.

Danach: Regeneration

Der Vision-Einfahrschrank fährt die Ware kontrolliert wieder hoch — mit unabhängiger Regelung von Temperatur, Belüftung und Feuchte, −5/+15 °C oder −30/+15 °C.

Coldline Einfahrkühlschrank neben einer Kühltischlinie in der Produktionsküche
Der Einfahrschrank schließt an die Kühltischlinie an — gleiche Bauhöhe, gleiche Oberfläche, ein Ansprechpartner.
Coldline Industry Einfahrgerät mit Hordenwagen für Zentralküchen
Industry-Baureihe: dieselbe Wagenlogik in der Kapazitätsklasse für Zentralküchen.

Wo die Kette endet

Oberhalb einer bestimmten Tagesmenge ist der Schrank nicht mehr die richtige Antwort — dann gehört die Ware in eine begehbare Tiefkühlzelle. Wir planen den Übergang mit: bis zu welcher Menge der Einfahrschrank wirtschaftlich bleibt, ab wann die Zelle die bessere Investition ist, und wie beides mit demselben Wagenformat zusammenarbeitet. Die Zelle selbst kommt dann vom Zellenhersteller, die Wagenlogik bleibt dieselbe.

Häufige Fragen

Einfahr- und Durchfahr­kühlschränke — Wissenswertes.

Was unterscheidet ein Einfahrgerät von einem Durchfahrgerät?+

Das Einfahrgerät hat eine Front: Der Hordenwagen wird auf derselben Seite ein- und ausgefahren. Das Durchfahrgerät hat zwei gegenüberliegende Fronten und trennt dadurch Produktions- und Ausgabebereich baulich voneinander. Coldline führt beide Bauarten für das Wagenformat GN 2/1, jeweils für einen oder zwei Wagen und wahlweise mit Blind- oder Glastür.

Welche Maße hat der Hordenwagen?+

Der zugehörige Edelstahlwagen misst 598 × 660 × 1630 mm in Breite, Tiefe und Höhe und nimmt Roste oder Tabletts im Format GN 2/1 auf. Ob vorhandene Fremdwagen passen, lässt sich anhand dieser Maße vorab klären — schicken Sie uns die Maße Ihrer Wagen, dann prüfen wir es.

Gibt es die Geräte auch für Zentralkühlung?+

Die acht Lagermodelle stehen in der Standardpreisliste steckerfertig mit R290. Darüber hinaus sind sie für den Anschluss an eine CO₂-Kälteanlage vorbereitet lieferbar — diese Ausführung kalkuliert das Werk projektbezogen. Die Einfahrschockfroster Modi Up und Modi Active gibt es zusätzlich regulär in Zentralkühlungs-Ausführung.

Braucht das Gerät einen Bodenablauf?+

Nicht zwingend. Die Coldline-Bauart hat eine geschlossene Bodenwanne und steht auf eigenen Füßen, das Tauwasser wird abgeführt. Ein Ablauf in der Nähe erleichtert die Reinigung, ist aber keine Voraussetzung. Bei bodengleichen Bauarten anderer Hersteller sieht das anders aus — dort ist die Bodensituation Teil der Montage.

Kann ich warme Ware direkt einfahren?+

Nein, und das ist wichtig. Ein Kühl- oder Tiefkühlschrank ist für die Lagerung ausgelegt, nicht für das Herunterkühlen. Warme Ware gehört zuerst in einen Schockkühler oder Schockfroster; erst danach in den Lagerschrank. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert die Ware im Schrank und die Temperatur der bereits eingelagerten Nachbarware.

Kann ich als Betreiber direkt bei Hoffman GKT bestellen?+

Nein. Hoffman GKT ist Handelsvertretung nach § 84 HGB. Wir beraten Sie zur Auslegung und zur Anschlusssituation, die Bestellung läuft über Ihren Großküchenfachhändler. Haben Sie keinen, vermitteln wir einen autorisierten Partner in Ihrer Region.

Nächster Schritt

Wagenkonzept durchsprechen.

Schicken Sie uns den Grundriss, die Tagesmenge und die Maße Ihrer vorhandenen Wagen. Wir sagen Ihnen, welche Bauart passt, ob ein Durchfahrgerät sinnvoll ist und wo der Prozess davor und danach ansetzt — und stimmen das Angebot mit Ihrem Fachhändler ab.

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