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Elektrifizierung · Planungsgrundlage

Großküche auf Elektro umstellen. Wenn der Anschluss knapp ist.

Wer eine Großküche von Gas auf Strom umstellt, addiert Anschlusswerte, und die Summe übersteigt schnell, was der Hausanschluss hergibt. Mehr Leistung braucht den Netzbetreiber, oft den Eigentümer und vor allem Zeit.

Diese Seite ordnet die Wege, die es gibt. Sie zeigt, was ein Lastmanagement wie BALANCE im Betrieb leistet und wo seine Grenzen liegen. Geschrieben für Fachhändler, Küchenplaner und Elektroplaner, die eine Umstellung sauber vorbereiten wollen.

  • NAV · Netzanschluss
  • DIN 18875 · Lastoptimierung
  • Leistungspreis & Netzentgelt
  • BALANCE · TNK
  • EEW · Förderung

Überblick

Elektroküche: die Umstellung in fünf Schritten.

Die Reihenfolge entscheidet. Wer erst die Geräte bestellt und dann den Anschluss prüft oder die Förderung beantragt, verliert Zeit und oft auch Geld. So gehen Fachhändler und Planer vor.

  1. Anschluss prüfenWas der Hausanschluss hergibt, wer zustimmen muss und was im Betrieb gleichzeitig läuft. Drei Fragen vor der Gerätewahl
  2. Den passenden Weg wählenAnschluss erhöhen, Gleichzeitigkeit managen oder den Bedarf senken, meist eine Kombination. Drei Wege im Vergleich
  3. Lastmanagement festlegenHerstellerneutral nach DIN 18875 oder BALANCE im TNK-System, dazu COSMO für Überwachung und HACCP-Dokumentation. BALANCE im Klartext · COSMO, BALANCE & XWEB
  4. Förderung beantragen, vor der BestellungDie Elektrifizierung kleiner Unternehmen fördert der Bund über die EEW. Der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt sein. Förderung für die Umstellung
  5. Geräte konfigurieren und über den Fachhandel bestellenModular eROC, NEVO-Kombidämpfer, Coldline-Schockfroster und Krupps-Spültechnik, abgestimmt mit dem Werk. Referenzküchen gesucht

Vor der Gerätewahl

Drei Fragen, bevor die Geräteliste steht.

Eine Elektroküche scheitert selten am Gerät, sondern am Anschluss, der zu spät geprüft wurde. Wer diese drei Fragen zuerst klärt, plant mit den richtigen Zahlen.

01

Was gibt der Anschluss her?

Hauptsicherung, die mit dem Netzbetreiber vereinbarte Leistung und die Zähleranlage ermittelt der Elektrofachbetrieb. Erst mit dieser Zahl wird aus einer Geräteliste eine Planung.

02

Wer muss zustimmen?

Für jede Änderung am Netzanschluss braucht der Mieter die schriftliche Zustimmung des Grundstückseigentümers (§ 2 Abs. 3 NAV). Den Antrag beim Netzbetreiber stellt der eingetragene Elektrofachbetrieb.

03

Was läuft gleichzeitig?

Anheizen vor dem Service, Mittagsspitze, Spülen danach: Das Lastprofil zeigt, wie viel Leistung wirklich zur selben Zeit anliegt. Daran entscheidet sich, ob Organisation und Technik die Spitze glätten können.

Wenn der Anschluss nicht reicht

Drei Wege, die sich kombinieren lassen.

Es gibt keinen Königsweg. In den meisten Projekten ergänzen sich die drei Ansätze: mehr Leistung, wo es nicht anders geht, gemanagte Spitzen im Betrieb und Geräte, die weniger verbrauchen.

WegWas es brauchtWas es bewirktGrenzen
Anschluss erhöhen Antrag über den Elektrofachbetrieb, Zustimmung des Eigentümers, Netzanschlusskosten, gegebenenfalls Baukostenzuschuss Dauerhaft mehr verfügbare Leistung für Küche und Haus Kosten, Wartezeit beim Netzbetreiber, im Mietobjekt abhängig vom Eigentümer
Gleichzeitigkeit managen Ablaufplanung, eine Lastoptimierungsanlage nach DIN 18875 oder BALANCE im TNK-System Glättet Lastspitzen im Betrieb, ohne dass das Küchenteam eingreifen muss Zuleitungen und Absicherung bleiben nach der installierten Leistung ausgelegt
Bedarf senken Effiziente Gerätetechnik: eROC, Induktion, einphasige Schockfroster Weniger Verbrauch, teils kleinere Anschlüsse am einzelnen Gerät Die Gleichzeitigkeit der übrigen Geräte bleibt bestehen

Anschluss erhöhen

Für den Teil der Leistungsanforderung über 30 kW kann der Netzbetreiber einen Baukostenzuschuss verlangen, höchstens die Hälfte der Kosten seiner Verteileranlagen (§ 11 NAV). Netzanschlusskosten und Zuschuss weist er getrennt aus.

Auch ohne Umbau am Hausanschluss gilt: Wer zusätzliche Verbrauchsgeräte anschließt und damit die vorzuhaltende Leistung erhöht, muss das dem Netzbetreiber mitteilen (§ 19 Abs. 2 NAV).

Gleichzeitigkeit managen

Der einfachste Hebel ist organisatorisch: Geräte gestaffelt anheizen statt alle um zehn vor elf. Technisch gibt es zwei Ansätze.

Lastoptimierung nach DIN 18875 ist herstellerneutral und verkabelt. Eine zentrale Anlage schaltet einzelne Geräte in Spitzenzeiten kurz ab. Jedes Gerät braucht dafür den genormten Lastoptimierungsanschluss.

BALANCE koordiniert die TNK-Geräte untereinander per WLAN. Wie das funktioniert, steht im nächsten Abschnitt.

Bedarf senken

Modular eROC regelt jede Heizzone nach Bedarf und senkt den Verbrauch laut Werk je nach Gerätetyp um 10 bis 40 % (Labormessungen). Der Anschlusswert des Geräts bleibt gleich.

Coldline-Schockfroster mit 10 und 14 Einschüben GN 1/1 laufen einphasig an einem separat abgesicherten 16-A-Stromkreis. Eine neue Drehstromzuleitung entfällt.

DIN 18875 im Leistungsverzeichnis? Verlangt eine Ausschreibung den Lastoptimierungsanschluss, prüfen wir die Verfügbarkeit für das konkrete TNK-Modell vor dem Angebot. Eine pauschale Zusage für ganze Produktfamilien geben wir nicht.

Energiemanagement im TNK-System

BALANCE: was es leistet und was nicht.

BALANCE ist das Lastmanagement der TNK-Gruppe. Es stimmt die Leistungsaufnahme der angeschlossenen TNK-Geräte im Betrieb aufeinander ab. Wer es einplant, sollte beide Seiten kennen.

Was BALANCE tut

  • Es koordiniert die angeschlossenen TNK-Geräte anhand der Verbrauchsdaten, die die Geräte selbst melden.
  • Es setzt Prioritäten nach laufendem Programm und Betriebszustand. Ein Gerät, das gerade anheizt, behandelt es anders als eines, das seine Temperatur schon erreicht hat.
  • Starten mehrere Geräte gleichzeitig oder nach einem Stromausfall, pausiert BALANCE sie kurz im Wechsel. Laut Werk ohne Einbußen bei der Garleistung.
  • Die Leistungsgrenze legt der Installateur in der Balance Console fest. Der Wert ist passwortgeschützt.

Was BALANCE nicht tut

  • Es misst nicht am Hauptzähler. Abluft, Beleuchtung, Kühlgeräte anderer Hersteller und andere Fremdgeräte steuert es nicht.
  • Es gleicht die Last nicht zwischen den drei Phasen aus. Bei einphasigen Geräten, etwa manchen MODI-Schockfrostern, plant der Elektroplaner die Phasenverteilung.
  • Es nimmt kein Begrenzungssignal von Gebäudeleittechnik oder externer Lastoptimierung entgegen.
  • Ohne WLAN-Verbindung laufen die Geräte mit voller Leistung. Deshalb liefert TNK Router und Repeater für ein eigenes Netz.

Warum die Zuleitung nicht kleiner wird. BALANCE steuert die Leistung, die im Betrieb fließt. Die installierte Nennleistung der Geräte ändert es nicht, und eine Grenze, die bei einem Funkausfall wegfällt, ist keine Auslegungsgrundlage. Zuleitungen und Schutzeinrichtungen legt der Elektroplaner deshalb nach der installierten Leistung und den geltenden Vorschriften aus. Das Werk stellt keine Bescheinigung über eine reduzierte Auslegung aus.

Die 50-%-Angabe richtig lesen

In Küchen, die vollständig mit TNK-Geräten ausgestattet sind, arbeitet das Werk typischerweise mit einer Leistungsgrenze von 50 % der Nennleistung. Das ist eine bewährte Einstellung, keine Regel für jede Küche.

Bei Teilinstallationen sieht das Profil anders aus. Eine 20-kW-Fritteuse neben wenigen Kühlgeräten mit zusammen 2 bis 3 kW braucht eine eigene Grenze, festgelegt nach dem Bedarf jedes Geräts und dem Betriebsablauf.

Welche Geräte eingebunden werden

Coldline MODI, Vision und Levtronic sowie NEVO Qubi lassen sich einbinden, auch nachträglich über die Parameter am Touchscreen. Coldline-Geräte mit Regler ohne Touchscreen und Modular-Geräte mit BALANCE-Zubehör verbinden sich über den Balance Hub. Modular wird dafür ab Werk vorbereitet, eine Nachrüstung ist derzeit nicht möglich.

Krupps-Kera-Spülmaschinen sind ab November 2026 integrierbar, wenn sie werkseitig mit der passenden Firmware ausgestattet sind. Empfohlen sind fünf Geräte je Hub, höchstens zehn.

Angaben zu BALANCE: Werksinformationen der TNK-Gruppe, Stand 10/2026. Die Kompatibilität prüfen wir vor jedem Angebot für die konkrete Gerätekonfiguration.

Klartext

Was ein Lastmanagement in Deutschland spart.

Leistungsgemessene Betriebe

Ab rund 100.000 kWh Jahresverbrauch rechnet der Netzbetreiber in der Regel mit registrierender Leistungsmessung ab. Dann kostet jedes Kilowatt Spitze einen Leistungspreis, und eine gekappte Spitze senkt die Netzentgelte. Typisch für Klinik, Kantine und größeres Hotel.

Kleinere Betriebe

Darunter wird meist nach Standardlastprofil ohne Leistungspreis abgerechnet. Der Nutzen eines Lastmanagements liegt hier im Betrieb: weniger Spitzen, weniger ausgelöste Sicherungen, mehr Ruhe beim gleichzeitigen Anheizen.

Verbrauch

Den Stromverbrauch senkt nicht das Lastmanagement, sondern das Gerät. Dafür stehen eROC und Induktion. eROC wirkt auch ohne BALANCE und ohne COSMO.

Förderung

Förderung für die Umstellung von Gas auf Strom.

Der Bund fördert die Elektrifizierung kleiner Unternehmen über die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW). Gefördert wird dabei nicht das neue Gerät an sich, sondern der Schritt weg vom Gas.

EEW · Modul 6

Elektrifizierung kleiner Unternehmen

Für kleine Unternehmen, die gasbetriebene Anlagen durch elektrische ersetzen oder umrüsten. Gefördert wird als Zuschuss über das BAFA oder als Tilgungszuschuss zu einem KfW-Kredit. Anträge sind laut Förderdatenbank des Bundes bis 31.12.2028 möglich.

Merksatz: Die Förderung hängt am Gerät, das rausgeht, nicht an dem, das reinkommt. Ersetzt ein NEVO-Kombidämpfer ein Gasgerät, kommt Modul 6 in Frage, ersetzt er ein Elektrogerät, nicht.

EEW · Modul 4

Effizientere Ersatzgeräte

Ersetzt ein Betrieb bestehende Elektrogeräte durch nachweislich effizientere, kann Modul 4 in Frage kommen. Der Effizienzgewinn muss belegt werden. Ob ein Vorhaben die Voraussetzungen erfüllt, prüft ein Energieeffizienz-Experte.

Kälte-Klima-Richtlinie

Schockfroster mit R290

Für Coldline-Schockfroster mit natürlichem Kältemittel gibt es ein eigenes Programm mit einem Zuschuss nach Kälteleistung. Anträge sind nur noch bis 31.12.2026 möglich. Förderung und Ablauf auf der Schockfroster-Seite

Erst beantragen, dann bestellen. Bei allen drei Programmen muss der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt sein. Als Beginn gilt in der Regel der Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags. Planung und das Einholen von Angeboten sind unschädlich. Ein Auftrag an den Fachhändler vor dem Antrag kann die Förderung kosten.

Ob eine Förderung möglich ist, hängt von Unternehmensgröße, Rechtsform und Träger ab. Die aktuellen Konditionen bestätigt Ihnen ein Energieeffizienz-Experte; zugelassene Experten finden Sie in der Expertenliste des Bundes unter energie-effizienz-experten.de. Ein Fördermittelpartner für TNK-Projekte ist in Vorbereitung.

Für Fachhandel und Planung

Was Sie von uns bekommen.

Hoffman GKT ist die Agentur der TNK-Gruppe in definierten PLZ-Gebieten Deutschlands. Wir bringen Fachhändler, Planer und Werk zusammen, damit die Auslegung von Anfang an stimmt. Außerhalb unserer Gebiete vermitteln wir an die zuständigen TNK-Kollegen.

Planungsgrundlagen

  • Anschlusswerte und Datenblätter je Gerät, auch für einphasige Varianten
  • Abstimmung der Gerätekonfiguration mit dem Werk; Angebote und Planungen erstellt das Werk
  • Prüfung von BALANCE-Kompatibilität und DIN-18875-Anforderungen für das konkrete Modell
  • CAD- und BIM-Daten über unseren Bereich Produktinformationen

Sehen statt glauben

  • Referenzbesuch in den Demoküchen der Werke von Modular und Coldline
  • Besuch von TNK-Referenzrestaurants in Italien, die täglich mit dem System arbeiten
  • Bei BALANCE: Schulung und technischer Fernsupport des Werks für den Installateur
  • Installation und Konfiguration durch den im Angebot benannten Fachbetrieb

Betreiber, Kliniken und Kantinen beziehen TNK-Geräte über autorisierte Fachhändler. Gern empfehlen wir Ihnen einen Partner in Ihrer Region.

Referenzprogramm · drei Küchen

Referenzküchen gesucht: komplett mit TNK, eROC, BALANCE und COSMO.

Die TNK-Gruppe sucht in Deutschland Küchen, die das ganze System im Alltag zeigen: Coldline, Modular eROC, NEVO, TULS und Krupps, verbunden über BALANCE und COSMO. Für die ersten drei Projekte gelten Sonderkonditionen, die Ihnen Ihr Fachhändler nennt.

Wer in Frage kommt

  • Kleine Restaurants bis 30 Sitzplätze und mittlere mit 50 bis 100 Sitzplätzen
  • Kitas, Bistros und Metzgereien mit Catering
  • Ausstattung mit allen TNK-Marken, einschließlich NEVO
  • Auftrag bis 30. Juni 2027

Was das Werk beisteuert

  • Sonderkonditionen für die Geräte, über Ihren Fachhändler
  • Ein TNK-Supervisor vor Ort für Installation und Inbetriebnahme von BALANCE und COSMO, bis zu drei Tage, mit Einweisung
  • Training Ihres Küchenteams durch den Corporate Chef der TNK-Gruppe, nach Terminabsprache

Was die Küche beisteuert

  • Lastdaten aus dem Betrieb, mit und ohne BALANCE, für die Dokumentation
  • Fotos und Nennung als TNK-Referenz
  • Besuche von Planern und Fachhändlern nach Absprache

Umgesetzt wird jede Referenzküche über einen autorisierten Fachhändler, auf Wunsch über Ihren Planer und einen Fachhändler Ihrer Wahl. Die Auslegung der Elektroinstallation bleibt beim Elektroplaner. Ob zusätzlich eine Förderung möglich ist, hängt von Rechtsform und Träger ab. In unseren Vertretungsgebieten begleiten wir das Projekt direkt, außerhalb vermitteln wir an die zuständigen TNK-Kollegen.

Anfrage vorbereiten

Diese Angaben brauchen wir für eine erste Einschätzung.

Die vorbereitete E-Mail enthält alle Punkte. Was Sie noch nicht wissen, lassen Sie einfach offen.

  1. Firma und Ihre Rolle: Fachhändler, Planer, Elektroplaner oder Betreiber
  2. PLZ und Ort des Objekts
  3. Vorhandener Anschluss: Hauptsicherung in A oder Leistung in kW
  4. Heute mit Gas betrieben: ja oder nein
  5. Geplante Geräte als Liste oder Plan im Anhang
  6. Betriebszeiten und typische Spitzen
  7. Mietobjekt und Eigentümer eingebunden: ja oder nein
  8. Förderung geplant und Antrag schon gestellt: ja oder nein
  9. Gewünschter Termin und Ihr Fachhändler, falls vorhanden

Häufige Fragen

Elektroküche und Anschlussleistung: die Antworten.

Wie viel Anschlussleistung braucht eine Elektroküche?

Die Summe aller Anschlusswerte ergibt die installierte Leistung. Entscheidend für den Hausanschluss ist aber, wie viel davon gleichzeitig läuft. Diesen Gleichzeitigkeitsfaktor setzt der Elektroplaner anhand von Geräteliste und Betriebsablauf an. Eine seriöse Faustzahl je Essen oder je Quadratmeter gibt es nicht.

Darf ich als Mieter den Stromanschluss erhöhen lassen?

Nur mit dem Eigentümer. Für die Herstellung oder Änderung des Netzanschlusses braucht der Mieter die schriftliche Zustimmung des Grundstückseigentümers (§ 2 Abs. 3 NAV). Den Antrag beim Netzbetreiber stellt ein eingetragener Elektrofachbetrieb.

Was kostet eine Leistungserhöhung am Hausanschluss?

Das legt der Netzbetreiber fest. Zu den Netzanschlusskosten kann für den Teil der Leistung über 30 kW ein Baukostenzuschuss kommen, höchstens die Hälfte der Kosten seiner Verteileranlagen (§ 11 NAV). Beide Beträge weist er getrennt aus. Hinzu kommen Arbeiten an der Hausinstallation und oft eine längere Wartezeit.

Muss ich neue Küchengeräte beim Netzbetreiber anmelden?

Ja, wenn sich dadurch die vorzuhaltende Leistung erhöht oder Netzrückwirkungen zu erwarten sind (§ 19 Abs. 2 NAV). Die Einzelheiten regelt der jeweilige Netzbetreiber. In der Praxis übernimmt das der Elektrofachbetrieb.

Was ist Lastoptimierung nach DIN 18875?

DIN 18875 beschreibt den Lastoptimierungsanschluss für Großküchengeräte: eine einheitliche Schnittstelle, über die eine herstellerneutrale Anlage einzelne Geräte in Spitzenzeiten kurz und gezielt abschaltet. Voraussetzung ist, dass jedes Gerät diesen Anschluss hat. Für TNK-Geräte prüfen wir die Verfügbarkeit modellbezogen vor dem Angebot.

Funktioniert BALANCE mit Geräten anderer Hersteller?

Nein. BALANCE koordiniert ausschließlich angeschlossene TNK-Geräte. Abluft, Beleuchtung, Kühlgeräte anderer Hersteller und andere Fremdgeräte steuert es nicht, und es nimmt kein Begrenzungssignal von Gebäudeleittechnik oder externer Lastoptimierung entgegen.

Kann ich die Zuleitung mit BALANCE kleiner auslegen?

Nein. BALANCE steuert die Leistung im Betrieb, ändert aber nicht die installierte Nennleistung der Geräte. Bei einem WLAN-Ausfall laufen die Geräte mit voller Leistung. Zuleitungen und Schutzeinrichtungen werden deshalb nach der installierten Leistung und den geltenden Vorschriften ausgelegt.

Leidet die Kochleistung unter dem Lastmanagement?

Laut Werk nicht. BALANCE pausiert Geräte nur kurz und im Wechsel und berücksichtigt dabei das laufende Programm und den Betriebszustand. Das Küchenteam muss seine Arbeitsweise nicht ändern.

Senkt ein Lastmanagement die Stromrechnung?

Den Leistungspreis ja, wenn der Betrieb leistungsgemessen abgerechnet wird, in der Regel ab rund 100.000 kWh im Jahr. Den Verbrauch senkt ein Lastmanagement kaum. Das leistet effiziente Gerätetechnik wie eROC, laut Werk je nach Gerätetyp 10 bis 40 % weniger Strom (Labormessungen).

Gibt es eine Förderung für die Umstellung von Gas auf Elektro?

Ja. Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) fördert mit Modul 6 die Elektrifizierung kleiner Unternehmen, also den Ersatz gasbetriebener Anlagen durch elektrische. Gefördert wird als BAFA-Zuschuss oder als Tilgungszuschuss zu einem KfW-Kredit, Anträge sind laut Förderdatenbank des Bundes bis 31.12.2028 möglich. Die aktuellen Konditionen bestätigt ein Energieeffizienz-Experte.

Wann muss der Förderantrag gestellt werden?

Vor Beginn des Vorhabens. Als Beginn gilt in der Regel der Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags, also der Auftrag an den Fachhändler. Planung und das Einholen von Angeboten sind unschädlich. Wer zuerst bestellt und dann beantragt, riskiert die Förderung.

Anschluss klären, bevor die Geräte feststehen.

Je früher die Anschlussfrage auf dem Tisch liegt, desto mehr Wege bleiben offen. Schicken Sie uns die Eckdaten, wir stimmen sie mit dem Werk und Ihrem Fachhändler ab.